365 Tage leben und entscheiden, als wären es meine letzten
05.11.2025 – 05.11.2026
Idee: 365 Tage so leben und entscheiden, als wären es meine letzten
Was macht das Leben mit uns und was macht Sterben? Wie bewusst bin ich mir meiner eigenen Endlichkeit? Lebe ich mich unbewusst ums Sterben herum?
5.11.2025 – 5.11.2026 
Idee: 365 Tage so leben und entscheiden
als wären es meine letzten
Was macht Leben mit uns und was macht Sterben?
Wie bewusst bin ich mir meiner eigenen Endlichkeit?
Lebe ich mich unbewusst ums Sterben herum?
Sicher, ist das für jeden von uns sehr individuell und doch gibt es in vielen Menschen den Wunsch, den Funken oder auch die Sehnsucht *Leben* wirklich tief zu fühlen. In mir auch. Und wann ist die beste Zeit dafür, als vor dem Tod?
Dadurch, dass ich in verschiedenen Ausbildungen gerade in Berührung mit vertiefendem Leben und auch dem Thema Tod & Sterben bin, wirken diese Qualitäten in mir. Bewegen mich. Und dafür bin ich sehr sehr dankbar.
Es gelingt mir oft nicht, dass alles Leben, was in mir und auch um mich ist, bei mir ankommt. Vieles ist für mich sehr bunt, schrill und oft auch gleichgültig geworden. Es fällt mir immer Mal schwer zu filtern, was Bedeutung in sich trägt. Nicht immer kann ich selbst fühlen was gerade wahr, wichtig oder wesentlich für mich ist.
Daher möchte ich genau aus dieser Frage, die da gerade so präsent in mir ist, für die kommenden 365 Tage genau das erforschen. Herausfinden, was dieser wach gehaltene Gedanke „365 Tage so zu leben, als wären es meine letzten“ für meine Überlegungen, Entscheidungen und Wege verändert.
Und rechne jetzt nicht damit, dass ich das die nächsten 365 Tage täglich mit dir teile. Vielleicht gibt es es ein tägliches Spüren, Forschen und Teilen. Maybe. Und vielleicht gibt’s Mal ein Teilen was da heißt Tag 18-28.
Ich lasse mich darin total frei.
Denn das, was ich mittlerweile ganz bestimmt über mich weiß ist: ich bin lebendiges Fließen. Als Frau und zyklisches Wesen, aber auch in vielem anderen, was ich bin, bewegt mich vor allem eins: Wahrheit. Und Wahrheit ist weder gesellschaftlich in seinem wahren Wert anerkannt [ist ja auch echt oft unbequem], noch darf es sich wandeln. Wandlung scheint ein Tabu zu sein.
Meine Wandlung und auch mein Um-entscheiden, habe ich in meinem Leben oft als Abwertung von anderen erlebt, als Vorwurf für Unstetigkeit – und ehrlich, ich kann das verstehen. Es gibt ebenso den Wert nach Beständigkeit und nach Vorausschaubarkeit. Total klar. Das darf jeder für sich wählen. Und: es ist gleichzeitig auch das beste Zeichen dafür, das Wege und Werte, wenn zwei Menschen so unterschiedlich ticken, nicht [mehr] zusammen passen. Das darf so sein. Das darf sich wandeln. Leben will sich wandeln. Wird es eh und braucht dazu nicht unsere Einverständniserklärung.
Kein Mensch steigt zweimal in denselben Fluss – sagte Heraklit. Kein Tag wird wie heute sein.
Daher verbinde & vertiefe ich nun mit größter Neugier mein LebensCredo • Lieben was ist • zu einem Leben, was für mich wahr ist. Falls dich das auch berührt, dann freue mich ich über unser gemeinsames Beobachten, Fühlen & Forschen. 
Hendrikje
PS. Für die, denen meinen Texte zu lang sind: mir zu Folgen ist eine persönliche Entscheidung, die man ebenso verändern darf. 
